Decke und Wände Spachteln,der Spachtelmasse und richtigen Spachteltechnik.

 

Anwendungsbereich

Für tapezier- und beschich- tungsfähige Handspachtelungen auf Decken- und Wandflächen im Innenbereich. Auf tragfähigen Untergründen, z. B. Innenputz (Normalputz MG PII, PIII, PIV, in Abhängigkeit der Druckfestig- keit), Beton, Gipskarton, intakten Dispersionsfarbenanstrichen einsetzbar. 

 

Glätten und Verschließen durch Spachtelarbeiten
Bei Spachtelarbeiten ist es, im Gegensatz zum klassischen Putzauftrag, nicht möglich, Un- tergrundtoleranzen von mehre- ren Millimetern auszugleichen. Durch Spachteln lassen sich Poren und Vertiefungen im Un- tergrund verschließen und aus- gleichen. Planebene Flächen können hierdurch nicht herge- stellt werden. 

 

 

Spachtelung von Planstein- mauerwerk
Zu spachtelndes Plansteinmau- erwerk muss gemäß Hersteller- vorschrift erstellt sein.

Bei Spachtelung von Planblock- elementen kann es aufgrund von trocknungsbedingtem Nach- schwinden der Planblock-Ele- mente zur Haarrissbildung im Fugenbereich kommen. Diese können sich bei rein anstrich- technischer Oberflächenbe- handlung, mit z. B. Dispersi- onsfarben, sichtbar markieren. 

 

 

Vermeidung von Blasen- bildung
Auf dichten, gering saugfähigen Untergründen können nach dem Glätten feine Luftblasen in der Spachtelschicht auftreten. Diese lassen sich In der Regel durch nochmaliges Abglätten nach entsprechender Ablüftzeit besei- tigen. Die Dauer der Ablüftzeit ist abhängig von der Schicht- dicke, Temperatur und Luft- feuchtigkeit. Bei erneuter Bla- senbildung, die Flächen noch einmal nachglätten. Durch feines dünnschichtiges Vorsprenkeln in einem vorgezogenen Arbeits- schritt lässt sich bei ausreichen- der Untergrundabdeckung in der Regel eine Blasenbildung im Vorfeld vermeiden. Hierbei ist eine ausreichende Zwischen- trocknung zu berücksichtigen. Alternativ können die Flächen auch durch eine Grundierung mit Haftgrund ELF 3720 vorbehandelt werden. Das jeweils geeignete Verfahren sollte objektbezogen durch Anlegen von Probeflächen ermittelt werden. 

 

Trocknung   (+20 °C, 65 % r. F.)

Die Trocknung ist schichtdicken- abhängig: ca. 3 Stunden je mm Schichtdicke.
Bei dickerer Schicht, niedrigerer Temperatur und/oder höherer Luftfeuchtigkeit längere Trock- nungszeit berücksichtigen. 

 

Sprenkeleffekt

Die Sprenkelstruktur lässt sich durch Veränderung der Materi- alzufuhr, Düsengröße, Luft- menge und Luftdruck von fein bis grob variieren. Bei Airless- Geräten ist zusätzlich ein ent- sprechendes Sprenkelstruktur- set (Art.-Nr.: 3293.0012.000) sowie ein leistungsfähiger Kom- pressor (500–1.000 l Luftleis- tung) erforderlich. Die Spritzpis- tole wird in gleichmäßig kreisen- der Bewegung über die Fläche geführt. 

 

Spachtelvlieseinbettung

Der Einsatz von Glasfaser- Spachtelvlies 1560 unterstützt die rationelle Herstellung der Spachtelung insbesondere auf rauen und strukturierten Flä- chen. Hierdurch wird das Füll- vermögen der Spachtelung op- timiert und der nachträgliche Schleifaufwand reduziert. Zu- sätzlich werden feine Haarrisse im Untergrund überbrückt.

Zur Anwendung die Spachtel- masse wie beschrieben vollflä- chig auf den Untergrund auftra- gen und mit der Zahnkelle 3768, Zahnung 4x6x4 mm gleichmäßig „durchkämmen“. das Glasfaser- Spachtelvlies 1560 in die noch nasse Spachtelschicht faltenfrei einlegen und mit der Hand leicht andrücken. Folgebahnen min- destens 5 cm überlappend anle- gen und im Doppelschnittverfah- ren verarbeiten. Die gesamte Fläche anschließend mit einem Glättwerkzeug, z. B. Flächen- spachtel gleichmäßig abglätten, sodass die Zahnkellenstruktur vollständig geglättet wird. Nach Trocknung die Flächen mit einer zweiten Schicht Spachtelmasse abporen. Das direkte Überar- beiten ohne Zwischentrocknung ist nicht zu empfehlen, da sich hierdurch das Vlies leicht ver- schiebt und eine rauere Oberflä- che stehen bleibt. 

 

Hinweise
Häufigkeit der Spachtelung

Je nach Untergrundbeschaffen- heit und nachfolgender Schluss- beschichtung ist für die Schaf- fung streichfähiger Untergründe, zur Aufnahme hochwertiger Wandbeläge oder Creativ- Techniken usw. in der Regel eine zweimalige Spachtelung erforderlich. 

 


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